Resolution und Gesetzentwurf für bessere Rechte und mehr Schutz für Betriebsräte – IG Metall-Bezirksleiter Ott: „Wir wollen den Wandel der Industrie sozial gestalten. Und das geht nur mit mehr Mitbestimmung.“ – Christiane Benner: „Von mehr Mitbestimmung profitieren wir alle.“
Das Angebot der Arbeitgeber in der zweiten Tarifverhandlung der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie kam zögerlich und löste dann Empörung bei den Verhandlungsmitgliedern aus. Die Prozente seien zu niedrig und die Altersteilzeit soll komplett wegfallen.
Endlich Urlaub. Beschäftigte in tarifgebundenen Betrieben sind hier klar im Vorteil. Mit Tarif gibt es nicht nur mehr Urlaubstage, sondern auch ein Extra-Plus für die Reisekasse.
Industriebeschäftigte fordern Investitionen, faire Verteilung der Kosten und soziale Sicherheit. Bezirksleiter Horst Ott: „Klarer Auftrag an die Politik und Ansage an die Arbeitgeber.“
Den Acht-Stunden-Tag haben Gewerkschaften hart erkämpft. Nun soll er abgeschafft werden. Doch längeres Arbeiten schadet der Gesundheit und bringt der Wirtschaft wenig. Alles andere ist ein Mythos. Und davon gibt es beim Thema Arbeitszeit einige.
Im vergangenen Jahr haben die Beschäftigten in Deutschland etwa 1,2 Milliarden Überstunden geleistet. Eine aktuelle Studie zeigt nun, inwiefern dies problematisch ist: Zum einen wird mehr als die Hälfte der Stunden nicht vergütet. Zum anderen verschärfen Überstunden gesundheitliche Risiken.
Tarifabschluss in der Textilindustrie West: 1000 Euro netto sofort, 4,8 Prozent mehr Geld ab Oktober. Im April 2024 weitere 500 Euro netto, 3,3 Prozent mehr ab September 2024. Die unteren Einkommen und Auszubildende bekommen überproportional mehr. Die Altersteilzeit wird verlängert und verbessert.
Mit der Juli-Abrechnung zahlen tarifgebundene Betriebe der Metall- und Elektroindustrie das Tarifliche Zusatzgeld (T-ZUG) aus – 27,5 Prozent Deines Monatsentgelts plus 18,5 Prozent vom Eck-Entgelt. Optional können Beschäftigte mit Kindern, Pflegeaufgaben oder in Schichtarbeit auch freie Tage wählen.
Zwei Wochen Warnstreiks mit über 13.500 Beschäftigten - und die Arbeitgeber bewegen sich in der dritten Verhandlung keinen Zentimeter. IG Metall Verhandlungsführerin Miriam Bürger macht deutlich: Die Beschäftigten sind motiviert die Warnstreiks auszudehnen.
Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden: Arbeitszeit muss in Deutschland erfasst werden. Das Urteil hat Konsequenzen für den Arbeitsalltag vieler Beschäftigter – und für die Arbeitgeber.